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San Diego entdecken

San Diego lag eigentlich nicht auf unserer Reiseroute Richtung Norden. Doch meistens kommt es anders als man denkt. Auf der Baja California begegneten wir dem Surferdude Chris aus der südlichsten Stadt Kaliforniens. Kurzerhand lud er uns ein mit ihm ein paar Tage in San Diego zu verbringen. Das konnten wir natürlich nicht abschlagen. Was gibt es Besseres als eine fremde Stadt mit Insidern zu entdecken!

Die Stadt mit ihren vielen hübschen Uferpromenaden, gepflegten Parks, Museen, langen Sandstränden und hispanischen Einflüssen hat mich total fasziniert. Trotz der 1,5 Millionen Einwohnern hatte ich nie den Eindruck in einer stressigen Grossstadt zu sein. Viele der Sehenswürdigkeiten im Zentrum San Diegos sind zu Fuss erreichbar, es gibt keine stundenlange Staus wie in Los Angeles und die Menschen sind entspannt, freundlich und hilfsbereit.

Die Freundlichkeit der Menschen liegt wohl am Wetter ist doch San Diego als Stadt mit dem besten Wetter in den USA bekannt. Hier scheint die Sonne an 300 Tagen im Jahr. Na klar natürlich ausser bei mir. Ich war im Juni da und es herrschte der June Gloom welcher Wolken, bedeckten Himmel und etwas kühlere Temperaturen bringt. Unser Gastgeber Chris fand das Wetter aber toll, endlich wieder mal etwas Abwechslung zu der vielen Sonne!

Allgegenwärtig in San Diego ist auch die US-Marine. Riesige Flächen werden als Stützpunkte sowie Übungsplätze verwendet. Militärflugzeuge und Helikopter gehören genauso zum Alltag wie die coolen Surferboys am Strand. Chris ist nach 30 Dienstjahren bei der U.S. Army mit bereits 49 Jahren Veteran. Voller Stolz führte er uns zu den verschiednen Stützpunkten und Übungsplätzen in der Stadt und shoppte mit uns in einem der eigens erstellen Einkaufszentren für die U.S. Army und US-Marine. Dass sein Haus direkt neben dem Helikopter Übungsgelände der US-Marine liegt scheint ihn überhaupt nicht zu kümmern. Der Lärm während des Tages war wirklich Ohrenbetäubend.

Chris und seine Frau Heather empfingen uns mit offenen Armen, zeigten uns ihre Lieblingsplätze von San Diego und surften mit uns in den Sonnenuntergang. Gerne verrate ich dir welche schönen Ecken wir von San Diego mit unseren Gastgebern entdecken durften.

Balboa Park – die Stadtoase

Balboa Park, San Diego, USA

Balboa Park

Der Balboa Park ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in San Diego und hält was er verspricht. Wir liessen uns planlos durch den riesigen Park treiben mit seinen bunten Gärten, Palmen, Kakteen, Souvenirläden und verschiedenen Cafés. Besonders gefiel mir die spanisch barocke Architektur der Gebäude in denen die 13 Museen untergebracht sind. Parkplätze findest du beim San Diego Zoo oder in der Nähe des Hundeparks im Balboa Drive.

Besuche den Park möglichst früh. Wir hatten den Park fast für uns alleine. Möchtest du die Museen besuchen informiere dich über die Öffnungszeiten.

Balboa Park Fahrräder San Diego

Balboa Park

Den San Diego Zoo besuchte ich nicht, da wir unsere Hündin Nera im Schlepptau hatten. Dafür kann ich dir Nate’s Point Hundepark empfehlen. Hier kann sich Bello voll austoben. Der Hundepark liegt nur wenige Gehminuten vom Balboa Park entfernt.

Nate's Point Dog Park, San Diego, Balboa Park

Nate’s Point Dog Park

San Diego Embarcadero

San Diego Embarcadero ist eine quirlige Uferpromenade in der Nähe des Stadtzentrums. Wir schlenderten entlang der Promenade und bestaunten vom Ufer aus die historischen Schiffe des Maritime Museums sowie die USS Midway. Im Seaport Village verpflegten wir uns in einem der vielen Restaurants. Leider habe ich den schönen Park am Meer erst nach der Mittagspause entdeckt.

USS Midway San Diego

USS Midway

Pirat, Maritim Museum, San Diego, San Diego Embarcadero

Pirat vor dem Maritim Museum

Schnapp dir ein Sandwich in einem der Cafés im Seaport Village und setzt dich im Park ans Meer mit Blick auf die Coronado Halbinsel.

Seaport Village Brunnen San Diego

SeaportVillage

Falls du ebenfalls so eine Naschkatze bist wie ich, dann darfst du einen Fudge aus der Sea Port Fudge Factory nicht verpassen. Fast überfordert von der Auswahl an Fudges entschied ich mich für den Klassiker den original Fudge. Mmmhh yummy wars!

Fudges, Fudge Factory, Seaport Village, San Diego

Fudges von der Fudge Factory

Bei meiner Entdeckungstour entlang der Uferpromenade kamen mir viele Radfahrer entgegen. Im Seaport Village kannst du dir ein Rad von Dec Bike San Diego leihen um die Uferpromenade entlang zu radeln. Hätte ich unheimlich gerne ausprobiert aber leider reichte die Zeit nicht dafür.

Parkierst du dein Auto beim Seaport Village empfehle ich dir das Ticket in einem der Restaurants entwerten zu lassen. Nach der Konsumation bezahlst du für das Parkticket nur noch USD 4 anstatt USD 10.

Seaport Village Park San Diego

Seaport Village

Vom Parkplatz des Seaport Village gelangst du zu Fuss in das historische Szenenviertel Gaslamp Quarter. Es ist das offizielle Ausgeh- und Shoppingviertel und steht wegen seiner restaurierten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert unter Denkmalschutz.

Old Town – das kleine Mexiko

Old Town San Diego

Old Town San Diego

Im hübschen Old Town State Historic Park begab ich mich auf die Spuren der Entstehung von San Diego. Der hispanische Einfluss ist hier besonders spürbar. Die Spanier gründeten 1769 die erste Kirche Kaliforniens, die San Diego de Alcalà.

Old Town San Diego Souvenir

Old Town San Diego

Heute ist der Park ein beliebtes Ziel für Touristen sowie Einheimische. Verschiedene Museen, traditionelle Geschäfte und mexikanische Restaurants laden zum Verweilen ein. Im Fred’s Mexican Café ass ich wohl den grössten Burrito meines Lebens. Zum Glück gabs zum Schluss den Doggy Bag. Mehr als die Hälfte schaffte ich wirklich nicht.

Fred's Mexican Cafe, Old Town, San Diego

Fred’s Mexican Cafe in Old Town

Chicano Park – farbenfrohe Kultur

Bei meinen Recherchen über San Diego bin ich auf den Chicano Park gestossen. Da wir über ein Jahr durch Zentralamerika cruisten wollte ich diese Murals (Wandmalereien) unbedingt besichtigen.

Der Park entstand 1970 als Symbol für den Aufstand der Chicano Aktivisten und der Barrio Logan Gruppierung gegen die US Regierung. Durch den Bau des Highway Number 5 mussten viele mexikanische Einwanderer ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die geplante Highway Patrol Station am heutigen Standort des Parks brachte das Fass zum Überlaufen.

Murals, San Diego, Chicano Park, USA

Murals im Chicano Park

Die grauen, riesigen Betonpfosten der Highway Brücke sind mit unzähligen farbigen Murals bemalt. Diese fand ich sehr eindrücklich und interessant. Der Park selbst ist jedoch nicht sehr ansprechend. Durch den Verkehrslärm, den vielen Beton und wenig Grünflächen scheint der Park eher schmuddelig. Auch fehlten mir vor Ort Informationen über die Geschichte des Parks.

Hast du mehrere Tage für deinen Besuch in San Diego eingeplant, lohnt sich der Besuch des Chicano Parks. Parkplätze findest du direkt beim Park.

Imperial Beach – Kalifornien Lifestyle

Imperial Beach, San Diego

Imperial Beach

Nirgendwo wird der Ruf des entspannten kalifornischen Lebensstils so gepflegt wie an den Stränden von San Diego. Ocean Beach, Pacific Beach, Mission Beach, Imperial Beach und noch viele mehr. Du hast die Qual der Wahl. Hier triffst du auf braungebrannte Surferboys, Sonnenanbeter am Strand, Jogger und Radfahrer. Gepflegte Uferpromenaden mit gemütlichen Strassencafés und Restaurants laden zum Verweilen ein.

Der Imperial Beach ist der südlichste Strand von San Diego, grenzt an Mexico und war für fünf Tage mein Hausstrand. Abends schnappten wir uns unsere Boards, surften in den Sonnenuntergang und waren mittendrin im kalifornischen Strandleben.

Freitags gibt es am Pier der kleine Farmer Market. Es werden Früchte und Gemüse aus der Region angeboten und ein paar wenige Street Food Stände sorgen für das leibliche Wohl. Das Indien Curry beim Masala Cottage schmeckte echt lecker.

Surfer, Imperial Beach, San Diego

Surfer am Imperial Beach

Tijuana, Imperial Beach, Pier

Blick auf Tijuana vom Imperial Beach Pier

Tijuana Estuary – unberührte Natur

Das Tijuana Estuary Natural Preserve ist eine riesige Salzwiese direkt an der Grenze zu Mexiko. Von hier aus siehst du direkt nach Tijuana und auf die Mauer zwischen den USA und Mexiko. Suchst du Ruhe und Erholung besuche es am Wochenende. Es liegt nämlich neben dem US Navy Gelände. Wochentags finden hier Helikopterflugübungen statt. Chris lebt neben der US Navy Station und so kamen wir in den Genuss des Helikopterlärms und dieser ist laut, echt laut!

Tijuana Estuary, San Diego

Tijuana Estuary, San Diego

Tijuana Estuary, San Diego

Tijuana Estuary, San Diego

Tijuana Estuary, San Diego

Tijuana Estuary, San Diego

Der kalifornische Kultburger

Hüte dich davor in Kalifornien schlecht über den IN-N-OUT Burger zu sprechen. Diese Burger Bude ist Kult und gemäss den Kalifornier Weltklasse! Nicht vergleichbar mit dem Burger von MC Donalds, Burger King und Co!

Animal style Burger des kalifornischen Kult Burgerladen's IN-N-OUT

Animal style Burger des kalifornischen Kult Burgerladen’s IN-N-OUT

Bei Ankunft bildete sich eine riesige Schlange beim Drive Trough und auch im Lokal wimmelte es nur so von Menschen. Durch den Retrolook im Inneren mit bemalten roten Palmen, roten Sitzecken und oldschool Bilder fühlte ich mich ein halbes Jahrhundert zurück versetzt.

Die grösste Überraschung war die Auswahl an Burger. Es gibt gerade mal einen Hamburger mit einem oder zwei Stück Fleisch und wer möchte noch mit Käse. Dazu ein paar Pommes and that’s it! Dafür kannst du wählen wie du deine Fritten gebraten möchtest.

Mit dem frischen Salat und Tomaten schmeckte der Burger lecker. Die Fritten jedoch waren eine Enttäuschung. Ich mag sie gerne knusprig und bestellte sie well done. Ohne Salz und trocken erinnerten sie mich eher an Pappkarton als an eine Kartoffel. Magst du Burger dann lohnt sich der Zwischenstopp im IN-N-OUT ansonsten hast du echt nichts verpasst!

Warst du schon mal in San Diego und hast eigene Lieblingsplätze? Hast du Lust bekommen selbst nach San Diego zu reisen und möchtest noch mehr wissen? Ich freue mich über deinen Kommentar.

By | 2017-03-02T02:59:29+00:00 Juli 11th, 2016|USA|0 Comments

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