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San Francisco in einem Tag erleben

Ist San Francisco wirklich die Traumstadt im Sunshine State Kalifornien? Alle lieben diese Stadt und sind nach einem Besuch total fasziniert. Bis vor kurzem konnte ich diese Begeisterung überhaupt nicht teilen. Vor über zehn Jahren besuchte ich die Stadt zum ersten Mal und mir war es die ganze Zeit nur zum Heulen zumute. Vielleicht lag es daran dass ich zuvor eine unvergessliche Zeit in Neuseeland verbrachte und mich plötzlich in dieser riesigen, lauten, unübersichtlichen Stadt wiederfand und völlig überfordert war.

Auf unserem Road Trip von San Diego bis nach Seattle lag die Stadt der 43 Hügel mit der berühmten Golden Gate Bridge wohl oder übel auf der Strecke. Also entschied ich mich der Stadt eine zweite Chance zu geben. Zu dieser Zeit besuchte uns meine Mutter und so entdeckten wir zu zweit die Big City. Rolf opferte sich an diesem Tag den Hundesitter für Nera zu spielen.

San Francisco zeigte sich an diesem Tag von ihrer besten Seite und tat alles damit ich meinen ersten Eindruck überdenke. Strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen warteten auf uns. Wir beobachteten das geschäftige Treiben am Union Square, tauchten ein in das bunte Leben im Mission District und bestaunten die legendäre Golden Gate Bridge.

Schräg und ausgeflippt aber auch lebensfroh und tolerant sollen die San Franciscans sein. Dem stimme ich absolut zu. Nirgends zuvor habe ich so viele unterschiedliche Menschen, schräge Vögel und Lebenskünstler angetroffen. Einen faden Nachgeschmack hinterliessen die vielen obdachlosen Menschen. Besonders krass war die Situation beim Union Square. Neben Nobelboutiquen, schicken Cafés und shoppenden Touristen liegen an den Strassenecken bettelnde Menschen mit ein paar wenigen Fetzen am Leib.

Damit ich dieses Mal nicht wieder total planlos in der Stadt herumirre, musste ein grobes Tagesprogramm her. Natürlich wollte ich auch dass meine Mutter einen unvergesslichen Tag in San Francisco erlebt. So ergab sich ein straffes Programm damit wir möglichst viel zu sehen bekommen aber auch etwas Zeit zum geniessen bleibt.

Damit auch dein Tag in San Francisco unvergesslich wird verrate ich dir gerne meine Tagestour durch San Francisco. Zudem findest du noch einen Tipp für einen Ausflug in der Region, Informationen zu kostenlosen Campingplätzen und wo Hunde willkommen sind.

Mögliches Tagesprogramm quer durch San Francisco

Frühmorgens mit Taxi oder Auto zu einer der BART Stationen. Zugfahrt zum Union Square. Kaffee und Croissant im Starbucks und Erkundung des Union. Ab 9.00 Uhr Kauf des MUNI-Passes im Visitor Center. Mit Bus Nr. 5 zum Alamo Square mit den Painted Ladies. Weiter mit Bus Nr. 22 zum Mission Quartier. In der Tartine Bakery in der 18th Street gibt’s den nötigen Koffeinnachschub und weiter zu Fuss zum The Women’s Building. Mit Bus Nr. 22 & Nr. 5 zurück zum Union Square. Cable Car Fahrt von Union Square zur Fisherman’s Wharf. Erkundung der Pier 39 oder 41. In der Boudin Bakery Kauf des Picknicks und ab zur Fahrrad Mietstation. Genüssliche Fahrradtour entlang des Bay Trails bis zum Fort Point bei der Golden Gate Bridge. Picknick unterwegs und zurückradeln zur Fisherman’s Wharf. Rückgabe der Bikes und Fahrt mit dem Cable Car zurück zum Union Square. Fahrt mit dem BART-Zug zum Auto oder Hotel.

Union Square – Downtown San Francisco

Wir starteten unseren Tag am Union Square da sich direkt bei der Powell Bart Station das Visitor Center befindet. Hier kriegst du den MUNI-Pass. Wir gönnten uns noch einen Tall Latte und Croissant vom Starbucks Coffee und schlenderten durch die Gassen um den Park. Wir bestaunten die riesigen Wolkenkratzer, beobachteten das geschäftige Treiben in den Strassen und knipsten wie wild die alten Cable Cars welche sich knatternd den Hügel auf kämpfen. Falls du noch eine kurze Shopping-Tour einlegen möchtest bist du hier an der richtigen Stelle.

Cabel Car im Union Square
Cabel Car beim Union Square

Geniesse den Kaffee auf einer Bank im Union Square und beobachte das geschäftige Treiben in der Stadt.

Alamo Square und die Painted Ladies

Die farbigen Häuschen vor der modernen Skyline von Downtown San Francisco sind ein beliebtes Fotomotiv vieler Besucher. Die Häuschen sind ganz hübsch aber wir waren beide ziemlich enttäuscht. Der Alamo Square Park war wegen Renovationsarbeiten geschlossen und so wirkte das ganze etwas trostlos. Wir knipsten schnell ein Foto und schon ging’s weiter. Aus meiner Sicht kannst du den Abstecher zu den Painted Ladies auch gut weglassen und dir etwas mehr Zeit nehmen für die Golden Gate Bridge oder die Fisherman’s Wharf.

Painted Ladies in San Francisco mit Downtown im Hintergrund
Painted Ladies

Mission District & The Womens Building

Das Areal um die alte spanische Mission südlich der 14th Street ist das mexikanische Pendant zum Chinatown. Hier gibt es viele Strassenhändler, billige Kneipen und bunte Obst-, Gemüse- und Ramschläden. Gerne hätte ich mir mehr Zeit genommen für die verschiedenen Murals (Wandmalereien), aber leider reichte die Zeit nicht. Das legändere The Womens Building musste ich aber sehen und die Malereien waren echt eindrücklich.

Women's Building mit farbigen Wandmalereien im Mission District
Women’s Building im Mission District

Die Tartine Bakery liegt gerade mal einen Block entfernt und eignet sich super für eine kleine Verschnaufpause, falls du dir dann einen Platz ergattern kannst. Bei uns schien es so als ob gerade ganz San Francisco sich einen Kaffee holen wollte. So erhaschten wir einen kurzen neidischen Blick auf die köstlichen Gebäcke und führten unsere Sightseeingtour zähneknirschend ohne Kaffee weiter.

Die legendären Cabel Cars

Was soll eigentlich der ganze Rummel um die Fahrt mit den berühmten Cabel Cars. So aussergewöhnlich kann diese Fahrt doch wohl nicht sein. Die Fahrt vom Union Square zur Fisherman’s Wharf mit dem Cable Car ist aber wirklich klasse und macht Spass. Wir hingen mit einem riesigen Grinsen auf dem Gesicht an der Stange und konnten nicht genug von den knatternden, hübschen Cabel Cars kriegen. Besonders eindrücklich war die Aussicht als der Wagon auf dem Nob Hill über die Kuppel fuhr und die Sicht frei wurde auf die San Francisco Bay!

Die Warteschlange bei der Haltestelle Powell ist bereits frühmorgens schon ziemlich lang. Am besten steigst du eine oder zwei Haltestellen später ein.

Cable Car Corner
Cable Car Corner
Frau fährt mit dem Label Car in San Francisco
Fahrt mit dem Cabel Car

Fisherman’s Wharf & Pier 39

In der Fisherman’s Wharf herrscht reges Treiben und du findest hier Souvenirläden, Restaurants mit Fischspezialitäten, Galerien und Museen. Von hier starten auch die vielen Schifffahrten zu Alcatraz, das weltbekannte, ehemalige Gefängnis für Schwerstverbrecher sowie zur weltberühmten Golden Gate Bridge. Noch mehr nette Geschäfte und Restaurants gibt es am Pier 39.

Fisherman's Wharf

Möchtest du in Ruhe den Blick auf Alcatraz und die Golden Gate Bridge geniessen dann versuche es auf dem Pier 41. Hier tummeln sich weniger Touristen und die röhrenden Seelöwen, die auch gewaltig stinken, kannst du auch von hier aus begutachten!

Pier 41 in San Francisco
Pier 41 in San Francisco

Beim Fisherman’s Wharf befindet sich auch die Boudin Bäckerei, welche ein Paradies für Naschkatzen ist. Super leckere Gebäcke, Brote, Sandwiches und eine riesige Auswahl an Souvenirs. Unser Plan war eigentlich uns hier mit einem Sandwich einzudecken. Schlussendlich landeten aber nur Süssigkeiten in unserer Tüte!

Inneres der Boudin Bäckerei an der Fisherman's Wharf in San Francisco
Boudin Bäckerei an der Fisherman’s Wharf
Leckere Brote in der Boudin Bäckerei
Leckere Brote

Du hast die Möglichkeit dir ein Fahrrad zu mieten und entlang der Uferpromenade (Bay Trail) bis zum Fort Point bei der Golden Gate Bridge zu radeln. Leider haben wir diese Gelegenheit verpasst. So legten wir die Strecke mit dem Bus zurück und bestaunten den hübschen Park von oben.

Golden Gate Bridge & Fort Point

Die Golden Gate Bridge ist hier zum Anfassen nahe und ich habe Unmengen von Fotos geknipst. Kleine Pfade führen durch den gepflegten Park am Fort Point und die Brücke zeigt sich immer wieder aus einer anderen Perspektive. Nicht nur der Blick auf die Brücke ist genial auch die Aussicht auf Alcatraz und Downtown San Francisco ist unschlagbar.

Golden Gate Bridge
Golden Gate Bridge

Golden Gate Bridge

Ziemlich enttäuschend war das Restaurant beim Fort Point. Völlig überteuert, kühl und ohne Sitzmöglichkeiten wirkte es alles andere als einladend auf mich. Das nächste Mal würde ich mein eigenes Picknick mitbringen und mich auf eine Bank im Park setzen.

Geheimtip Marin Headlands Park

Der Marin Headlands Park liegt nördlich von San Francisco unmittelbar nach der Golden Gate Bridge. In diesem riesigen Park findest du unzählige Wanderwege mit Blick auf die wilde Pazifikküste und natürlich auch auf die Golden Gate Bridge. Besonders beliebt ist der kurze Spaziergang zum Point Bonita Lighthouse. Von da hast du einen tollen Blick auf die Brücke und San Francisco. Etwas ruhiger ist es beim Bird Island Overlook. Von hier genossen wir die Aussicht auf die Bucht mit dem Rodeo Beach und zum kleinen Point Bonita Lighthouse.

Mann mit Hund schaut auf San Francisco und Golden Gate Bridge
Blick auf San Francisco vom Marin Headlands Park

San Francisco mit Hund

Ich hatte das Glück, dass sich Rolf während meines San Francisco-Besuches als Hundesitter anbot. Mit Nera in Downtown oder an der Fisherman’s Wharf unterwegs zu sein wäre nicht nur für mich sondern auch für Nera Stress pur gewesen. Damit dein Hund vor oder nach deinem San Francisco-Besuch dennoch zu seiner Bewegung kommt, hier meine zwei Favoriten für eine Gassi-Runde.

Frau und Hund und im Hintergrund ist die Golden Gate Brücke und Downtown San Francisco
Blick auf San Francisco vom Marin Headlands Park

Fort Point: Obwohl der Park gut besucht ist eignet er sich optimal für einen Besuch mit Hund. Den Spaziergang kannst du direkt noch mit etwas Sightseeing verbinden und die Golden Gate Bridge bestaunen.

Marin Headlands Park: Mein absoluter Favorit für einen Ausflug mit Hund. Endlich mal ein Park bei dem die Hunde auch auf den Wanderwegen und sogar am Strand ohne Leine erlaubt sind. In Kalifornien echt schwer zu finden. Am Rodeo Beach konnte sich Nera mit anderen Spielkameraden voll austoben. Einzig auf dem Weg zum Point Bonita Lighthouse sind Hunde verboten.

Bucht mit Blick auf den Rodeo Beach
Blick auf den Rodeo Beach

Camping San Francisco

Das San Francisco kein günstiges Pflaster ist war mir klar. Aber dass wir geschlagene 80$ für einen Platz zahlten fand ich dann schon ziemlich überteuert. Wir verbrachten zwei Nächte auf dem San Francisco RV Resort ca. 30 Fahrminuten von Downtown entfernt. Ein grosser Pluspunkt des Platzes ist die Lage direkt am Pazifik. Der Camping kämpft mit Klif-Erosionen, so dass ein Zaun die Sicht aufs Meer etwas einschränkt. Trotzdem konnten wir an beiden Abenden Wale beobachten.

Nachdem meine Mutter abreiste, hiess es für uns wieder etwas budgetbewusster unterwegs zu sein. Und es gibt sie wirklich, die kostenlosen Übernachtungsplätze für Camper um San Francisco.

Vista Point: Direkt nach der Golden Gate Bridge befindet sich der berühmte Vista Point. Obwohl immer etwas Betrieb herrschte fand ich die Sicht auf die Brücke bei Nacht unglaublich schön und imposant.

Auto parkiert beim Vista Point mit Sicht auf die Golden Gate Bridge
Parkplatz beim Vista Point

Marin Headlands Park: Möchtest du es etwas ruhiger dann suche dir ein Plätzchen im Park. Bis jetzt gibt es noch keine Schilder dass übernachten verboten ist.

Fortbewegungen in San Francisco

Wir hatten uns für den MUNI-Pass entschieden. Die günstigste Variante für die Fortbewegung in San Francisco aber auch etwas anstrengend. Beim nächsten Mal würde ich mich wohl eher für die teurere Variante mit dem Hop-on Hop-Off Bus entscheiden. Gemütlich im Bus sitzen und ohne Kartenlesen am richtigen Ort ankommen, hört sich für mich jetzt sehr verlockend an. Hier findest du eine kurze Übersicht welche Möglichkeiten es gibt um von der einen zur nächsten Sehenswürdigkeit zu gelangen.

Auto: Natürlich kannst du mit deinem Auto durch die Strassen von San Francisco fahren. Ganz entspannt wird dein Besuch dann allerdings nicht. Viel Verkehr, enge Strassen und überteuerte Parkplätze erwarten dich.

BART-Zug: Der BART-Zug bringt dich von verschiedenen Stationen ausserhalb oder vom Flughafen direkt ins Zentrum San Francisco’s. Bei allen Stationen gibt es auch Parkhäuser. Optimal wenn du nicht mit dem Auto bis ins Zentrum fahren möchtest.

Hop-on Hop-Off Bus: Wohl die bequemste Variante einen Überblick über die Stadt zu erhalten. Mit einem Startpreis ab 41$ pro Person ist der Preis aber auch echt teuer.

MUNI-Pass: Die günstigste Möglichkeit die Stadt zu erkunden. Einen Einblick ins authentische Leben von San Francisco kriegst du gleich mit dazu. Einen Typen mit Fuchsschwanz aus der Hose oder Frauen die sich lauthals über jeden und alles beklagen waren nur zwei meiner Begegnungen in einem der Busse. Auch das Kartenlesen solltest du nicht ganz unterschätzten. Obwohl ich von mir behaupte dass ich ziemlich gut darin bin, brauchte es dennoch etwas Zeit mich damit zurecht zu finden. Das gute am MUNI-Pass: Die Fahrten mit dem Cable Car sind inbegriffen.

Nach einem Tag San Francisco waren wir ziemlich erschöpft aber auch glücklich. Die Stadt gefiel mir bei meinem zweiten Besuch um einiges besser und ist definitiv einen Zwischenhalt wert. Hast du jetzt Lust auf San Francisco? Warst du schon mal da und hast noch weitere Tips? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

By | 2017-01-06T22:59:52+00:00 August 8th, 2016|USA|0 Comments

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