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Sicherheit auf Reisen – 11 Tipps für deinen Road-Trip durch Zentralamerika

Veronica von RoadTrip-Girl hatte die tolle Idee, zu einer Blogparade zum Thema „Sicherheit auf Reisen“ aufzurufen. Dieses Thema kommt bei einem Road-Trip durch Lateinamerika früher oder später immer zur Sprache. Was ich und mein Freund unterwegs alles tun für unsere Sicherheit erfährst du im folgenden Beitrag.

Vor unserer Reise gab es in unserem Bekanntenkreis einige besorgte Gesichter. Finde ich auch absolut verständlich, zählen doch einige Länder in Zentralamerika zu den gefährlichsten der Welt. Nach dem Durchlesen der EDA Hinweise zu Guatemala, El Salvador oder Honduras kamen dann auch bei mir Zweifel auf. Ich hatte das Gefühl dass sobald ich einen Fuss in diese Länder setze wir brutal überfallen, verschleppt oder umgebracht werden.

Es ist es Fakt, dass die Kriminalität und Gewaltbereitschaft in den Ländern Mittelamerikas um einiges höher ist als bei uns. Nachts betrunken in einer Grossstadt herum zu torkeln, seine Rolex zur Schau zu tragen oder im eigenen Fahrzeug am Strassenrand zu übernachten ist in Zentralamerika sicher nicht die beste Idee. Was aber oft vergessen geht ist, dass in diesen Ländern gefühlte 99% der Bevölkerung total hilfsbereit, liebenswürdig und offen gegenüber Reisenden ist.

Hier meine 11 Tipps was du alles tun kannst um in Mittelamerika sicher unterwegs zu sein und damit auch dein Abenteuer unvergesslich wird.

Keine Fahrten nach Sonnenuntergang

Eine absolut heilige Regel für uns! Nicht nur wegen den Banditos ist es sicherer nachts nicht unterwegs zu sein. Da Strassenlaternen in Mittelamerika ein Fremdwort ist kannst du Schlaglöcher in der Nacht nur schwer erkennen. Zudem sind noch mehr Trucks unterwegs als tagsüber. Und die Überholmanöver der Truck-Fahrer sind bereits am Tag haarsträubend!

Tagesziel & Übernachtungsplatz planen

Das Schöne an einem Road-Trip ist eigentlich sein Ziel nicht zu kennen und sich einfach treiben zu lassen. Stimmt schon aber in Mittelamerika würde ich dir dies trotzdem nicht empfehlen. Bis in die Nacht hinein eine Unterkunft zu suchen oder nach dem Weg zu fragen ist keine gute Idee. Du wirst so ein einfaches Ziel für Überfälle.

Die Strassen sind meist kurvenreich, mit Schlaglöchern übersäht, ziemlich eng und in einem schlechten Zustand. Gelegentliche Polizei- und Militärkontrollen gehören ebenfalls zum Alltag in Mittelamerika. Am besten rechnest du mit dem doppelten an Zeit was du bräuchtest für eine Strecke wie bei uns.

Kennst du IOverlander und maps.me? Diese zwei Apps sind unsere heiligen Reisebibeln. Im IOverlander findest du unzählige Übernachtungsplätze von anderen Reisenden und das Maps.me eignet sich hervorragend zum navigieren. Das Beste daran, es funktioniert (meistens) auch offline.

Parkplatz in San Pedro beim Lago de Atitlan

Parkplatz in San Pedro beim Lago de Atitlan

Falls du aber doch mal unerwartet dein Ziel nicht erreichst campe nicht einfach am Strassenrand. Frage bei einem Restaurant oder Hotel nach ob du auf dem Parkplatz übernachten darfst. Meist haben sie sogar einen Nachtwächter was deine Sicherheit ebenfalls erhöht. Entscheidest du dich fürs Wild-Campen, dann Suche einen Platz abseits der Strasse so dass du möglichst unbemerkt bleibst.

Fahrzeug Diebstahl sicher machen

In Mexiko rüsteten wir unser Auto mit einem Steuerradschloss aus sowie einen Schalter für eine Abfahr-Sperre. Zudem bin ich sehr froh über unsere Klimaanlage. Was die zu unserer Sicherheit beiträgt? Trotz tropisch warmen Temperaturen bleiben unsere Fenster geschlossen. Beim Warten an der Ampel kann dir so nicht einfach das Natel aus der Hand geklaut werden. Eine automatische Türverriegelung während der Fahrt ist aus meiner Sicht ebenfalls ein Muss.

Lege dir einen Hund zu…

…oder stelle einfach einen Napf vor dein Auto. Sieht es so aus als hättest du einen Hund ist die Hemmschwelle für einen Einbruch bereits grösser. Natürlich ist Nera nicht nur aufgrund des Sicherheitsaspekts zu uns gestossen. Sonst hätten wir uns sowieso für den komplett falschen Hund entschieden. Kann sie doch keiner Fliege was zu leide tun. Aber Tatsache ist dass in Mittelamerika die Menschen eher Angst vor Hunden haben. So fühlte ich mich auch während meinen Spaziergängen am Strand mit Nera immer sicher.

Security Dog Nera!
Security Dog Nera!

Geld & Kreditkarten verstecken

Ich verstecke mein Geld sowie Kreditkarten immer an verschiedenen Orten. Das hat schon oft zu einem Schmunzeln bei meinem Freund geführt. Denn nicht nur die Diebe können das Geld so weniger gut finden, auch ich entdecke ab und zu plötzlich wieder eines meiner Verstecke!

Nur bei Banken Geld abheben

Bis vor kurzem nahm ich mir diese Regel nicht so zu Herzen. Seit meine EC-Karte in Mexiko geskimmt wurde bin ich übervorsichtig. Geld hebe ich nur noch bei Automaten bei einer Bank ab. Wenn immer möglich achte ich darauf das sich die Autoamten im Innern der Bank befindet. Dies ist leider nicht immer der Fall. Schau dir den Automaten genau an und falls dir daran etwas komisch erscheint, lass es besser bleiben.

Zwei Geldbeutel

Auf Sightseeing- oder Shopping-Tour habe ich immer einen Geldbeutel für etwas Bargeld dabei und ein zweiter für meine Kredit- und EC-Karten. Praktisch ist auch ein Geldbeutel mit etwas wenig Bargeld im Auto griff bereit zu haben. Leider gibt es sie, die korrupten Polizisten in Mittelamerika. Diese verdienen sich gerne einen kleinen Zustupf mit den Touristen. Und sie lassen sich dafür so einiges einfallen! Im Notfall kannst du ihnen dann dein weniges Bargeld hinstrecken.

Was tun bei einem Überfall?

Kommst du in diese Situation gib einfach alles her was du auf dir trägst. Daher ist es immer gut ein Geldbeutel mit wenig Bargeld bei dir zu tragen. Kommt der Dieb nämlich schnell zum Erfolg ist er auch schnell wieder weg.

Auf dein Bauchgefühl hören

Ich höhre auch immer auf mein Buchgefühl. Fühle ich mich an einem Ort nicht wohl dann ziehe ich weiter. Denn obwohl vielleicht ein Platz bei anderen sicher war kann es bei dir schon wieder anders sein.

Typisches Strassenbild in Mittelamerika
Typisches Strassenbild in Mittelamerika

Informationen über das Reiseziel einholen

Ich finde es wichtig zu wissen was mich vor Ort erwartet. Ich lese vor und während der Reise Beiträge auf Foren und Reiseblogs. Auch geben die Reisehinweise vom EDA einen Anhaltspunkt über die aktuelle Lage vor Ort. Lass dich aber nicht zu sehr beeinflussen von anderen. Hätte ich nur auf die skeptischen Stimmen und das EDA gehört, hätte ich meinen Road-Trip nie angetreten und nach Zentralamerika wäre ich sowieso nie gereist!

Hablas Español?

Ein Minimum an Sprachkenntnissen bringt dir einige Vorteile in Mittelamerika. Abseits der Touristenzentren spricht praktisch niemand Englisch. Nicht nur öffnen dir ein paar Spanische Sätze viele Türen sondern helfen auch heikle Situationen rasch und ohne Probleme zu lösen.

Das Sprach-App Duolingo nutzte ich Zuhause um die wichtigsten Wörter zu lernen. Für unterwegs fand ich es weniger geeignet da du immer online sein musst. So habe ich mir den Online-Sprachkurs von Rosetta Stone geleistet. Nicht gerade billig aber mein Spanisch hat sich dadurch echt verbessert.

Hast du noch andere Tricks auf Lager um dich auf deiner Reise sicher zu fühlen? Oder hast du noch Fragen zu meinem Beitrag? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

By | 2017-01-07T21:02:10+00:00 September 3rd, 2016|Tippkiste|2 Comments

2 Comments

  1. Andi 3. September 2016 at 3:02

    Spannende Tipps & cool geschrieben!
    Duolingo verwende ich persönlich auch, mittlerweile sogar in der Schule für die Kids. 🙂

    • weberbe 3. September 2016 at 4:37

      Danke dir für deine Rückmeldung. Ja Duolingo ist wirklich ein tolles App und es macht Spass damit zu lernen.

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