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Surfen im vollen Line-Up – meine 13 Surf-Tricks!

Surfen ist der Inbegriff für einen entspannten Lifestyle mit gemütlichem Lagerfeuer am Meer, Flip-Flop Wetter das ganze Jahr und sonnengebräunte Körper. Leider wird die Stimmung im Line-Up dem romantischen Bild des Surfer-Lifestyle nicht immer gerecht. Oft gibt es grimmige Gesichter und total ernste Mitstreiter die keinem anderen eine Welle gönnen. Die Surfer treiben sich gegenseitig immer weiter auf die Felsen und ab und zu fliegen sogar die Fäuste.

Bei vollen Line-Ups sitzen oft mehr als 30 Surfer im Wasser. Alle haben das gleiche Ziel. Die beste Welle des Tages zu surfen. Egal ob Anfängerin oder fortgeschrittene Surferin bei einem vollen Line-Up ist es schwer eine Welle zu surfen. Oft gibt es zu viele bessere Surfer im Wasser und darunter noch einige Egoisten. Diese asozialen Surfer sitzen kurz nach der gesurften Welle bereits wieder auf der Inside und surfen die nächste Welle ohne Rücksicht auf Verluste.

Damit ich bei vollen Line-Ups dennoch Wellen surfen kann habe ich mir über die Jahre einige Tricks angeeignet. Hier verrate ich dir meine 13 Surf-Tricks damit auch du bei deiner nächsten Surfsession perfekte Wellen surfen kannst.

Den richtigen Spot aussuchen

Für Surfer die in einem Land ohne Meer und Wellen leben ist es nicht immer ganz einfach ihre Leidenschaft auszuleben. Ein grosser Vorteil ist jedoch dass wir unsere Surf-Trips planen können. Ich versuche bei der Wahl meines Ziels mögliche Spots mit einem überfüllten Line-Up zu meiden. Auch achte ich darauf dass der Spot meinem Surf-Level entspricht. Was will ich bei einer super hohlen Welle mit Tubes wenn es mir nur schon beim Zusehen Angst und Bange wird.

Das passende Surfboard

Mit der Wahl des Surfboard wird deine Session zum Erfolg oder zur purer Frustration. Du paddelst mit deinem ultra dünnen Shortboard in ein Line-Up voller Longboarder und die Welle ist soft und klein. Dann wird deine Session eher ein Reinfall werden. Anderseits kann dir dein Nugett oder Longboard an einem Beachbreak mit einer steilen hohlen Welle die Session schnell beenden. Entweder du erreichst gar nie das Line-Up weil dich das Weisswasser immer wieder zurück an den Strand spült oder dich spitzt es beim Take-Off geradewegs in den Boden.

Surfbrett

Wäre mein Zuhause direkt am Meer wäre meine Auswahl an Surfbretter wohl um einiges grösser. Da aber das Reisen mit mehreren Surfbrettern eher mühsam ist beschränke ich mich auf zwei unterschiedliche Bretter. Mein geliebter „Wellencatcher“ das 6.0 Nugett und mein 5.10 Shortboard. So bin ich gewappnet für kleine softe Wellen aber auch schnellere eher hohle Wellen mit steilem Take-Off. Falls du genügend Platz hast im Van dann vergiss das Longboard nicht.

Die richtige Einstellung

Versuche mit der richtigen Einstellung ins Line-Up zu paddeln. Erwarte keine Wunder in einem vollen Line-Up. Erfreue dich über jede Welle sei diese noch so klein.

Nimm dir Zeit und beobachte die Welle

Bevor du dich ins Line-Up stürzt nimm dir etwas Zeit und schau wo und wie die Welle bricht. Gibt es nur einen Punkt fürs Take-Off oder allenfalls mehrere Peaks? Wie surfen die anderen Surfer? Sitzt du immer neben dem bestem Surfer im Line-Up wirst du wohl nie eine Welle surfen.

Surfe nicht da wo alle sind

Ein Phänomen dass ich schon oft beobachten konnte und auch mich selbst ab und zu erwischt. Es gibt einen endlos langen Strand mit unzähligen Peaks. Alle Surfer warten am selben Ort und kämpfen um die Wellen. Es lohnt sich oft zehn Minuten den Strand entlang zu gehen und den nächsten Break zu suchen.

Positioniere dich richtig

Bei einem Point-Break kannst du der Surfermasse oft nicht ausweichen. Die Welle bricht einfach nur an einem Ort. So musst du wohl oder übel da surfen wo alle sind. Wenn immer möglich positioniere ich mich etwas versetzt zu allen anderen Surfern. So schnappe ich mir die Welle falls einer den Drop nicht schafft. Braucht ab und zu etwas Geduld aber es lohnt sich. Hast du mal ne Welle gibt’s einen unvergesslichen Ritt!

San Onofre Beach

Bleibe in Bewegung

Beobachte die Welle und die Surfer um dich herum. Paddle da hin wo der Peak ist und bleibe immer in Bewegung. Ein grosses Set hat soeben alle hinter dir zurück an den Strand gespült. Dann nix wie hin zur Inside und schnappe dir die nächste Welle.

Zum Richtigen Zeitpunkt surfen

Frühaufstehen lohnt sich beim Surfen (fast) immer. Es gibt viele Siebenschläfer die erst etwas später ins Line-Up paddeln. Falls andere Surfer die selbe Idee haben dann lohnt es sich ein zwei Stunden später ins Wasser zu hüpfen. Meist gibt es eine kurze Lücke zwischen den Frühsurfern und den nach dem Frühstück Surfern.

Immer schön Lächeln

Mein Motto Lautet: Paddle mit einem Lächeln ins Line-Up und sei freundlich. Oft gibt es dadurch interessante Gespräche. Kennst du deine Mitkämpfer mit Namen dann wird dir auch mal ne Welle geschenkt. Natürlich solltest du diese „Wellen-Geschenke“ in Zukunft an andere Surfer weitergeben.

Zeige Kampfgeist

Freundlich sein ist gut aber wenn du allzu nett bist dann surfst du in einem vollen Line-Up nie ne Welle. Die Welle rollt an und du bist endlich an der Reihe. Der Surfer neben dir paddelt Richtung Welle um dich herum… Nix da paddle ebenfalls Richtung Inside und schnapp dir die Welle.

Der erste Eindruck zählt

Du paddelst frisch ins Line-Up und deine erste Welle rollt auf dich zu. Gib alles und steh die Welle. Auch wenn die Welle etwas zu gross erscheint ziehst du jetzt zurück dropt dich bestimmt einer bei deiner nächsten Welle. Der erste Eindruck zählt!

Geduldig sein

Geduldig sein ist nicht immer ganz einfach. Alle um dich herum surfen eine Welle nach der andern. Könntest du mal eine anpaddeln dann ist diese natürlich schon besetzt. Nicht gerade eine Motivationsspritze. Aber auch nach zehn Jahren surfen gibt es bei mir noch Sessions bei denen ich fast eine Stunde auf die erste Welle warte. Sei es weil es einfach zu viele bessere Surfer im Wasser hat, das Take-Off ziemlich steil ist, die Wellengrösse über meiner Komfort-Zone liegt oder alles zusammen. Aber gibt’s dann die erste Welle dann ist die Freude umso grösser!

Habe Spass & glaube an dich

Das wichtigste am Surfen es soll Spass machen. Auch wenn du mal keine Welle surfst lernst du bei jeder Session was dazu. Sei es ob du dich bei grossen Wellen ins Line-Up traust oder du deine Duckdive-Technik optimierst. Die beste Surferin im Line-Up ist schliesslich diejenige mit dem meisten Spass und grösstem Grinsen im Gesicht! Glaube an dich und paddle auch mal eine Welle über deiner Komfort-Zone an. Nur so steigerst du dein Surflevel.

Bist auch du leidenschaftliche Surferin oder Surfer und hast andere Tricks auf Lager um möglichst viele Wellen zu surfen? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

By | 2017-01-06T21:43:31+00:00 Oktober 22nd, 2016|Surftipps|0 Comments

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